Historie der Frauennetzwerke

Aus GeDiCap Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wir starten hier mit der Beschreibung von historischen Frauennetzwerken, die es nicht mehr gibt, und mit der detaillierteren Schilderung, wie sich die Frauennetzwerke entwickelt haben - auch von denen, die es heute noch gibt.

Philips

198? Projekt-Tasse Frauen bei Philips

1985 gab es in Deutschland die ersten Debatten über den demografischen Wandel, was bei dem Unternehmen Philips Deutschland zur Gründung des Projekts Frauen in Führungspositionen geführt hat. Die Gründungsmitglieder stammten aus der Personalabteilung und der damalige Personalchef hat das Projekt unterstützt. Aus den großen Teilbereichen des Unternehmens waren jeweils ManagerInnen gefordert als "Angels" für das Projekt und das bald daraus hervorgegangene Frauennetzwerk zu dienen.

Seit 1989 stand das Netzwerk Philips Frauen in Führungsfunktionen (PFiFF) interessierten Frauen von Philips offen. In jeden Standort von Philips in Deutschland gab es Projektgruppen, die eigene Projekte verfolgten. Auch in der Philips Kommunikationsindustrie (PKI) in Nürnberg gab es ein solches Frauennetzwerk. [1]



Lucent Technologies

2000 Internationale WILL Konferenz Button

Als im Februar 1996 die PKI von dem amerikanischen Konzern Bell Labs bzw. von der Ausgliederung Lucent Technologies übernommen wurde, wurde das bestehende Frauennetzwerk der PKI neu definiert und mit neuem Schwung belebt. Das neue Netzwerk hieß Women in Leadership at Lucent (WILL) und war international organisiert. Wobei die lokalen Gruppen eigene Projekte anstossen und ausführen sollten.

1997 nahmen die ersten Deutschen Vertreterinnen an den damals jährlich stattfindenden WILL-Konferenzen in den USA statt. Die letzte der internationalen WILL-Konferenzen fand im Jahr 2000 in Boston statt. Die wirtschafltichen Schwierigkeiten zwangen Lucent Technologies damals zu sparen. Weniger kostspielige Aktivitäten wurden fortgesetzt.

WILL Deutschland hat folgende Projekte durchgeführt:

  • Girls' Day - Take Our Daughters To Work Day (TODTWD)
  • Womens' History Months
  • Mentoring für Frauen
  • Vortragsreihe mit fachlichen Vorträgen für Frauen in Fach- und Führungspositionen
  • Frauengesundheitsvorträge
  • Frauenstammtisch

Girls' Day

Die Idee des Take Our Daughters To Work Days wurde 1999 von der Nürnberger WILL-Gruppe aufgegriffen und im April 2000 wurde der erste TODTWD in Deutschland durchgeführt. Das Konzept wurde dann vom Girls' Day deutschlandweit übernommen.[2]

2003 Girls' Day bei Lucent Technologies 2000 - 2003

Im Unterschied zum deutschlandweiten Girls' Days wurden bei Lucent Technlogies auch jüngere Mädchen eingeladen. Es wurde Wert darauf gelegt, die Mädchen für Technik- und Management-Berufe zu begeistern und nicht nur zu informieren. Dazu wurden sie vom Management und Prominenten begrüßt und eine Menge altersgerechter Kurse angeboten. Es wurden z.B. folgende Kurse angeboten:

  • Zauber der Physik
  • Einführungs in Computer/Internet
  • Führung durch die Testlabore
  • Was macht das Management?
  • Schmuck basteln aus elektronischen Bauteilen
  • Kampfsportarten



Women's History Month

2003 Frauen-Kalender bei Lucent Technologies 2001 - 2004

Der Women's History Month hat eine lange Tradition in den USA. Da in der Geschichtsschreibung berühmte Frauen kaum berücksichtigt werden und dies zu einem Mangel an Vorbildern führt, wird jedes Jahr im März an besondere Frauen der Geschichte oder der Gesellschaft erinnert.

Bei Lucent in Nürnberg wurden von 2001 bis 2004 der Women's History Month mit verschiedenen Aktionen, wie Vorträgen, Ausstellungen, einem Quiz und dem sehr beliebten März-Kalender begangen, der an jedem Arbeitstag an eine andere Frau erinnerte. Es wurde u.a. an Mathematikerinnen, Ärztinnen, Wissenschaftlerinnen, Königinnen, Politikerinnen, Schauspielerinnen, Künstlerinnen, Abenteuerinnen, Managerinnen und Autorinnen erinnert.





Einzelnachweise

  1. Aussagen von Sigrid Hauenstein, ehemalige Managerin bei Philips und Mitbegründerin des PFIFF, 15. Januar 2014 als Mitglied von efF
  2. Aussagen von Dr. Martine Herpers, ehemalige Managerin bei Lucent Technologies und WILL Co-Chair, 16. Januar 2014 als Vorsitzende von efF

Zurück zu Frauennetzwerke unterstützen.